Holzbau

Holz: gestern und heute ein optimaler und ökologischer Baustoff

Dachstuhl
Gartenhaus
Gartenhaus eingedeckt

Holzbau oder Holzbauer ist der moderne Begriff für das klassische Zimmerer Handwerk. Ein Zimmerer fertigt, errichtet und repariert Bauwerksteile, wie Dachkonstruktionen, Fachwerke, Balkone, Überdachungen und Elemente des Innenausbaus (Wandverkleidungen, Fußböden und Holzdecken, Treppen) sowie auch ganze Bauwerke aus Holz (Block- und Fertighäuser, Neben­gebäude – etwa Carports, Baracken, Lagerhallen, landwirtschaftliche Nebengebäude). Auch der Ingenieurholzbau (Brücken, Türme, Wasserbau, Landschaftsbau und Ähnliches) gehört zum Berufsfeld des Zimmerers.

Es scheint paradox, aber ausgerechnet der archaische Baustoff Holz, dessen Verwendung unmittelbar mit der geschichtlichen Entwicklung der Menschheit verknüpft ist, hat sich in den letzten Jahren zu einem der modernsten Materialien entwickelt. Als ob er in einem Hightech-Labor wissenschaftlich entwickelt wurde, gibt er Antworten auf die immer drängender werdenden Fragen der Menschheit. Beginnend bei der nach dem verantwortlichen Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen über die Auswirkungen die Baustoffe auf die Gesundheit jedes Einzelnen haben bis hin zu Fragen nach der Lebensqualität in unserer unmittelbaren Umgebung. Dabei ist Holz geblieben, was es immer war: ein nachwachsender Rohstoff. Es kommt einem Naturwunder gleich, dass für die Produktion dieses Rohstoffes unter günstigen klimatischen Bedingungen kaum mehr benötigt wird, als ausreichend Erde, Licht, Luft und Wasser. Gleichzeitig verwandeln Bäume das in der Atmosphäre im schädlichen Übermaß vorhandene Kohlenstoffdioxyd in kostbaren Sauerstoff. Im Unterschied zu vielen anderen Baumaterialien verfügt Holz darüber hinaus auch über besondere sinnlich wahrnehmbare und haptische Qualitäten. Allein durch sein geringes Gewicht und die leichte Bearbeitbarkeit bietet es zahlreiche fertigungstechnische Vorzüge.

Gegenüber der konventionellen Massivbauweise hat der Holzbau eine Reihe von Vorteilen. Zunächst ist es aus globaler Sicht sinnvoll, ein Maximum an CO² langfristig in Gebäuden einzulagern und den Primärenergiebedarf markant zu senken. Hinzu kommt, dass die Verarbeitung von Bäumen zum Baustoff Holz weit weniger fossile Energie benötigt als die Herstellung von Stahl, Beton, Kunststoff, Ziegeln oder gar Aluminium. Technisch betrachtet ist Holz ein mit Cellulosefasern bewehrter Verbundbaustoff mit hohem Hohlraumanteil und gilt deswegen als das tragfähigste aller wärmedämmenden Materialien. Bei gleicher Tragfähigkeit ist Holz wesentlich leichter als Stahl und hat annähernd die gleiche Druckfestigkeit wie Beton, kann im Gegensatz zu diesem aber auch Zugkräfte aufnehmen.